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Arthrose

Arthrose



Was ist einer Arthrose im Kniegelenk (Gonarthrose)?

Bei einer Arthrose handelt es sich um einen Verschleiß der Knorpelflächen eines Gelenkes. Gonarthrose (lateinisch für Kniearthrose) bezeichnet den Arthrosebefall im Kniegelenk. Bei fortgeschrittener Arthrose reiben die Knochen im Knie ohne schützende Knorpelschicht schmerzhaft aneinander.

(Foto gesundes Knie / Arthrose)



Was sind die Ursachen einer Gonarthrose (Kniearthrose)?

Ursachen einer Arthrose:

Primäre (idiopathische) Arthrose: alters- und verschleißbedingter Knorpelabbau ohne klaren Auslöser.

b) Sekundäre Arthrose: bekanntes Grundproblem führt zur Arthrose, z. B.:

  • Gelenkverletzungen (Frakturen, Meniskusschäden, Kreuzbandrisse)
  • Fehlstellungen (O- oder X-Beine) mit ungleichmäßiger Belastung
  • Entzündliche Gelenkerkrankungen (z. B. rheumatoide Arthritis)
  • Angeborene oder früh erworbene Gelenkanomalien
  • Überlastung durch berufliche oder sportliche Belastung
  • Übergewicht (erhöhte Druck-/Scherkräfte im Kniegelenk)
  • Stoffwechselerkrankungen (z. B. Hämochromatose, Gicht)
  • Hormonelle Faktoren und genetische Prädisposition

In der Regel spielen mehrere Faktoren zusammen welche die Enststehung einer Arthrose begünstigen können (Alter, Belastung, Biomechanik, genetische Disposition).



Was sind die Symptome bei einer Gonarthrose (Kniearthrose)?

Die Kniearthrose äußert sich individuell, zeigt aber häufig folgende Beschwerden:

  • Anlaufschmerzen und Morgensteifigkeit: das Knie ist nach längerem Ruhen oder Liegen schwer beweglich.
  • Belastungsschmerz: Schmerzen beim Gehen, Treppensteigen, Hocken oder nach körperlicher Aktivität.
  • Schmerzen in Ruhe und nachts: bei fortgeschrittener Arthrose treten die Schmerzen auch in Ruhephasen und nachts auf.

Zusätzlich können Gelenkerguss, Reiben oder Knirschen (Krepitationen), eingeschränkte Beweglichkeit sowie Fehlstellungen (z. B. O- oder X-Bein) und lokale Schwellungen vorkommen. Bei Auftreten eines Gelenkergusses, häufig begleitet von Überwärmung, spricht man von einer aktivierten Gonarthrose.



Diagnostik bei einer Gonarthrose (Kniearthrose)?

Der erste Schritte der Diagnostik ist ein ausführliches Arzt-Patienten-Gespräch gefolgt von einer körperliche Untersuchung. Dabei inspiziert der Kniespezialist das Kniegelenk sowie das gesamte Bein. Er erfasst Fehlstellungen der Beinachse (O- oder X-Bein), Beinlängenunterschiede, Schwellungen und Muskelrückbildung. Auch Fehlstellungen im Sprung- und Fußgelenk (z. B. fehlverheilte Sprunggelenksfrakturen oder Knick-Senkfuß) sind wichtig, da sie das Knie zusätzlich belasten können.

Zur bildgebenden Abklärung sind standardisierte Röntgenaufnahmen des Kniegelenks der wichtigste erste Schritt zur Beurteilung des Arthrosegrades. Im Röntgenbild wird der Gelenkspalt sichtbar: Ist der Knorpel abgebaut, verringert sich der Abstand zwischen den Knochen. Eine kernspintomographische Untersuchung (MRT) ist in der Regel nicht notwendig.

(Foto Röntgen gesundes Knie & Arthrose)



Schweregrad einer Gonarthrose (Kniearthrose)?

Der Kniespezialist unterteilt die Kniearthrose entsprechend dem Schweregrad in vier Stadien, basierend auf der Klassifikation nach „Outerbridge“. Das Ausmaß der verschleißbedingten Schäden bestimmt anschließend die geeignete Behandlung.

Kniearthrose 1. Grad:

Die Betroffenen sind in diesem Stadium in der Regel beschwerdefrei. Bei einer Kniegelenkspiegelung (Arthroskopie) würde sich lediglich eine leichte Auffaserung der Oberfläche des Gelenkknorpels zeigen. Eine Therapie ist nicht notwendig.

Kniearthrose 2. Grad:

Der Knorpel erweicht an der Oberfläche und beginnt leicht auszufasernd zu werden. Es entstehen Risse, die jedoch nicht bis zum Knochen durchdringen. Die Beweglichkeit des Knies ist trotz beginnender Arthrose noch nicht beeinträchtigt. In diesem Stadium können knorpelregenerierende Verfahren erfolgreich angewendet werden.

Kniearthrose 3. Grad:

Im 3. Stadium weist die Knorpeloberfläche bereits Risse oder Krater auf, die bis zum Knochen reichen, sowie eine starke Auffaserung. Die Schäden sind tief in den Knorpel eingedrungen und treten häufig an beiden Gelenkflächen auf. Dennoch ist der Knochen an allen Stellen noch mit Knorpel bedeckt.

Kniearthrose 4. Grad:

Im 4. Stadium der Kniearthrose sind die Knorpelschäden sehr fortgeschritten. Der Knochen ist an vielen Stellen nicht mehr von Knorpel bedeckt, man spricht von einer Knochenglatze. Die Knochen reiben direkt aufeinander, was bei den Betroffenen starke Knieschmerzen verursachen kann. Der Abrieb führt zudem zu einer entzündlich aktivierten Arthrose, die sich durch schmerzhafte Entzündungen, Schwellungen (Gelenkergüsse) und eine langsame Versteifung des Gelenks auszeichnet.

(Foto Röntgen 4 Stadien)



Formen der Gonarthrose (Kniearthrose)

Sowohl der Knorpel zwischen Oberschenkelknochen und Schienbein (Tibiofemoralgelenk) als auch zwischen Oberschenkelknochen und Kniescheibe (Patellofemoralgelenk) kann betroffen sein. Das Gelenk zwischen dem Oberschenkelknochen (Femur) und dem Schienbein (Tibia) kann in ein inneres (medial) und ein äußeres (laterale) Kompartiment unterteilt werden. Die mechanische Beinachse, welche das Gewicht vom Hüftgelenk auf den Oberschenkel, das Schienbein, die Füße und schließlich auf den Boden überträgt, sollte idealerweise durch die Mitte des Kniegelenks verlaufen, um eine gleichmäßige Belastung beider Kniegelenksabschnitte zu gewährleisten. Verschiebt sich diese Achse nach außen oder innen, kommt es zu X-(valgus) bzw. O-Bein-(Varus)-Fehlstellungen mit entsprechenden Fehlbelastungen.

(Foto von Achsendeformität)

Varusgonarthrose (O-Bein-Fehlstellung)

Bei einer O-Bein Fehlstellung (Genu varum) kommt es zu einer Verlagerung der Beinachse nach innen, sodass die Belastung primär durch das mediale (innere) Kompartiment des Kniegelenks verläuft. Durch diese Fehlbelastung steigt der Druck auf den Innenmeniskus und den inneren Gelenkknorpel, was deren Abnutzung beschleunigt. Radiologisch zeigt sich typischerweise eine Verschmälerung des Gelenkspalts im medialen Bereich. Klinisch klagen Betroffene vorwiegend über Schmerzen an der Innenseite des Knies.

Foto von Röntgen o-Bein Fehlstellung

Valgusgonarthrose (X-Bein-Fehlstellung)

Bei einer X-Bein Fehlstllung (Genu valgum) kommt es zu einer Verlagerung der Beinachse nach außen, sodass die Belastung verstärkt über das laterale (äußere) Kompartiment des Kniegelenks verläuft. Diese Fehlbelastung erhöht den Druck auf den Außenmeniskus und den äußeren Gelenkknorpel und fördert deren vorzeitige Abnutzung. Radiologisch zeigt sich häufig eine Verschmälerung des Gelenkspalts im lateralen Bereich. Klinisch berichten Betroffene vor allem über Schmerzen an der Außenseite des Knies.

Foto von Röntgen X-Bein Fehlstellung

Patellofemroalarthrose

Patellofemorale Arthrose betrifft das Gelenk zwischen Kniescheibe (Patella) und Oberschenkelrolle (Femurkondylen). Fehlbelastungen oder Knorpelschäden führen zu erhöhter Druckbelastung der Gelenkflächen, wodurch der retropatellare Knorpel und die Gelenkstrukturen vorzeitig verschleißen. Radiologisch zeigt sich meist eine Verschmälerung des Patellofemoralgelenkraums und gelegentlich subchondrale Sklerose oder Osteophytenbildung. Klinisch äußern sich Betroffene häufig durch belastungsabhängige Schmerzen hinter oder um die Kniescheibe, insbesondere beim Treppensteigen, Aufstehen aus der Hocke oder längerer Knieflexion, sowie durch Reiben oder Knirschen (Krepitation).



Behandlung einer Gonarthrose (Kniearthrose)

Die Behandlung der Kniegelenksarthrose richtet sich nach dem Krankheitsstadium. In frühen Stadien stehen physiotherapeutische Maßnahmen und gezielter Muskelaufbau im Vordergrund, um die Gelenkbelastung zu reduzieren und die Stabilität zu verbessern. Ergänzend können entzündungshemmende oder schmerzlindernde Injektionen (z. B. Cortison) kurzfristig Erleichterung bringen; bei geeigneter Indikation sind auch regenerative Verfahren wie ACP/PRP-Injektionen möglich. Ebenso wichtig ist die Behandlung ursächlicher Faktoren: Korrektur von Beinachsenfehlstellungen (operativ oder konservativ), passende Einlagenversorgung und gezielte Entlastungsmaßnahmen. Bei fortgeschrittener Arthrose werden konservative Maßnahmen mit orthopädischer Versorgung kombiniert; bei anhaltenden Schmerzen und Funktionsverlust ist ein Gelenkersatz (Endoprothese) eine Option.

Patellaluxation (Kniescheibenverrenkung)

Die Kniescheibe: Funktion und Bedeutung

Die Kniescheibe (Patella) ist ein dreieckiger Knochen, der die biomechanische Effizienz des Kniegelenks optimiert und es vor übermäßiger Belastung schützt.

Patellaluxation: Ursachen und Folgen

Eine Luxation kann durch äußere Gewalteinwirkung oder angeborene Fehlstellungen entstehen. Sie kann zu Knorpelschäden, Schmerzen und Instabilität führen.

Risikofaktoren für eine Patellaluxation

Angeborene Faktoren wie Patella alta, X-Beine oder Trochleadysplasie können die Stabilität der Patella beeinträchtigen und das Luxationsrisiko erhöhen.

Diagnostik der Patellaluxation

Die Diagnose erfolgt durch Anamnese, klinische Untersuchung sowie bildgebende Verfahren wie Röntgen, CT und MRT zur genauen Ursachenbestimmung.

Behandlungsmöglichkeiten

Je nach Ursache und Schweregrad der Luxation kann eine konservative Therapie oder eine Operation erforderlich sein, um Stabilität und Funktion des Kniegelenks wiederherzustellen.

Für Notfälle: +43 650 74 510 75