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Patellaspitzensyndrom

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Patellaspitzensyndrom



WAS IST EIN PATELLASPITZENSYNDROM (JUMPERS KNEE)?

Schmerzen unterhalb der Kniescheibe – typisch bei sportlich Aktiven

Das Patellaspitzensyndrom, auch bekannt als Jumpers Knee, ist eine chronische Reizung bzw. Entzündung der Patellarsehne – genauer gesagt an ihrem Ansatzpunkt am unteren Rand der Kniescheibe (Patella).

Die Erkrankung tritt häufig bei sportlich aktiven Menschen auf, besonders bei Sprung- und Laufsportarten wie Basketball, Volleyball, Leichtathletik oder Fußball. Sie entsteht durch wiederholte Überlastung der Sehne – etwa bei abrupten Absprüngen, Landungen oder schnellen Richtungswechseln.



URSACHEN DES PATELLASPITZENSYNDROMS

Überlastung der Patellarsehne – vor allem bei Sprungsportarten

Das Patellaspitzensyndrom (Jumpers Knee) entsteht durch eine chronische Überlastung der Patellarsehne, insbesondere an ihrem Ansatzpunkt am unteren Rand der Kniescheibe. Betroffen sind vor allem Sportler, deren Disziplinen wiederholte Sprünge, Landungen oder explosive Bewegungen beinhalten.

Typische Auslöser:

  • Sprungintensive Sportarten wie Volleyball, Basketball, Leichtathletik, Tennis oder Fußball
  • Plötzliche Stopps und Richtungswechsel mit starker Belastung auf das Knie
  • Ungewohnte Trainingsbelastung, zu schnelle Steigerung der Intensität
  • Ungleichgewichte oder muskuläre Dysbalancen (z. B. verkürzter Quadrizeps, schwache Oberschenkelmuskulatur)
  • Harte Untergründe oder falsches Schuhwerk, die die Stoßbelastung verstärken

Die größte Belastung entsteht beim Abbremsen nach einem Sprung – also nicht beim Absprung selbst, sondern bei der Landung oder bei Stop-and-Go-Bewegungen.

Hinweis bei Jugendlichen:

Bei Kindern und Jugendlichen unter 15 Jahren kann eine ähnliche Symptomatik im Bereich des Sehnenansatzes auftreten. Diese wird als Morbus Sinding-Larsen-Johansson bezeichnet – eine wachstumsbedingte Reizung im Übergang von Kniescheibe zu Sehne.



SYMPTOME DES PATELLASPITZENSYNDROMS

Schmerz unterhalb der Kniescheibe – je nach Belastung unterschiedlich stark

Die Beschwerden beim Patellaspitzensyndrom entwickeln sich meist schleichend und werden mit zunehmender Überlastung intensiver. Typisch ist ein Schmerz an der unteren Spitze der Kniescheibe, der sich je nach Stadium unterschiedlich äußert.

Schweregrade der Symptome:

  • Grad 1:
    Schmerzen nur nach der Belastung, z. B. nach dem Training oder Wettkampf. In Ruhe besteht meist Beschwerdefreiheit.
  • Grad 2:
    Schmerzen zu Beginn der Belastung, die sich bei fortschreitender Aktivität bessern oder verschwinden. Oft wird weitertrainiert, was die Sehne zusätzlich reizt.
  • Grad 3:
    Dauerhafte Schmerzen, auch in Ruhephasen oder im Alltag. Sportliche Aktivitäten sind deutlich eingeschränkt oder unmöglich.
  • Grad 4:
    Kompletter Riss der Patellarsehne – eine seltene, aber schwerwiegende Komplikation, die eine chirurgische Versorgung erforderlich macht.

Wichtig:
Je früher das Jumpers Knee erkannt und behandelt wird, desto besser sind die Heilungschancen. Ignorierte Schmerzen können chronisch werden und die Sehne dauerhaft schädigen.



DIAGNOSE DES PATELLASPITZENSYNDROMS

Die Diagnose des Patellaspitzensyndroms (Jumpers Knee) lässt sich meist durch eine Kombination aus gezielter Untersuchung und bildgebender Diagnostik sicherstellen. Entscheidend ist dabei die Lokalisation der Beschwerden und der typische Verlauf bei sportlicher Belastung.

Typische Befunde:

Klinische Untersuchung

Ein klarer Hinweis ist der Druckschmerz an der unteren Kniescheibenspitze – also genau dort, wo die Patellarsehne ansetzt. Auch bestimmte Funktionstests (z. B. Sprung- oder Streckbewegungen) können die Beschwerden gezielt auslösen.

Ultraschalluntersuchung

Mittels Sonografie lässt sich häufig eine Verdickung oder strukturelle Veränderung der Patellarsehne darstellen – ein Zeichen für chronische Reizung oder Entzündung.

MRT (Magnetresonanztomographie)

Im MRT kann ein Sehnenödem, Mikroverletzungen oder in fortgeschrittenen Fällen auch degenerative Veränderungen sichtbar gemacht werden. Außerdem lassen sich andere Ursachen für Knieschmerzen (z. B. Knorpelschäden, freie Gelenkkörper) sicher ausschließen.

Persönlicher Hinweis:

Eine frühe und gezielte Diagnostik verhindert, dass aus einem funktionellen Reizzustand ein dauerhaftes Sehnenproblem entsteht. Je früher das Jumpers Knee erkannt wird, desto besser sind die Heilungschancen.



BEHANDLUNG DES PATELLASPITZENSYNDROMS

Konservative Therapie – individuell angepasst und effektiv

Die Behandlung des Patellaspitzensyndroms (Jumpers Knee) erfolgt in den meisten Fällen konservativ, also ohne Operation. Ziel ist es, die Reizung der Patellarsehne zu reduzieren, Schmerzen zu lindern und die Belastbarkeit der Sehne langfristig zu verbessern.

Die wichtigsten Therapiemaßnahmen im Überblick:

Reduktion belastender Aktivitäten

Sportarten mit wiederholten Sprung- oder Schnellkraftbewegungen sollten vorübergehend reduziert oder pausiert werden – besonders in der akuten Schmerzphase.

Kälte- und Wärmeanwendungen

In der akuten Phase wirkt Kältetherapie entzündungshemmend, während Wärme in der Regenerationsphase die Durchblutung fördert und Muskelverspannungen löst.

Physikalische Therapie

Behandlungen wie Therapeutischer Ultraschall, Querfriktionsmassagen oder Elektrotherapie können die Heilung im Sehnengewebe unterstützen.

Stoßwellentherapie (ESWT)

Die extrakorporale Stoßwellentherapie regt die Durchblutung und Zellregeneration an – besonders wirksam bei chronischem Verlauf.

Patellabandagen & Kinesiotaping

Bandagen oder Tapeanlagen entlasten den Sehnenansatz und können die Schmerzen bei Bewegung deutlich reduzieren.

ACP-Infiltrationen (Eigenbluttherapie)

Die Injektion von thrombozytenreichem Plasma (ACP) kann entzündungshemmend wirken und die Regeneration der Sehne fördern – insbesondere bei lang anhaltenden Beschwerden.

Exzentrisches Training in der Physiotherapie

Ein zentraler Baustein der Behandlung ist gezieltes, exzentrisches Krafttraining unter physiotherapeutischer Anleitung. Diese Methode hat sich wissenschaftlich als besonders effektiv zur Stärkung der Patellarsehne erwiesen.



Ziel der Therapie

Die Behandlung zielt nicht nur auf Schmerzlinderung, sondern auf eine nachhaltige Stabilisierung und Belastbarkeit der Sehne – für eine sichere Rückkehr in Sport und Alltag.



OPERATIVE THERAPIE

Operative Therapie – nur bei hartnäckigen oder schweren Verläufen

In den meisten Fällen lässt sich ein Patellaspitzensyndrom (Jumpers Knee) erfolgreich konservativ behandeln. Eine Operation ist nur selten notwendig – etwa wenn alle nicht-operativen Maßnahmen ausgeschöpft wurden und die Beschwerden über mehrere Monate bestehen bleiben.

Mögliche operative Verfahren:

  • Entfernung von degenerativ verändertem Sehnengewebe:
    Nicht durchblutetes oder vernarbtes Gewebe wird selektiv entfernt, um die Heilung des gesunden Sehnenanteils zu fördern.
  • Längsspaltung der Patellarsehne (Sehnenrelease):
    Durch eine kontrollierte Spaltung wird der Druck auf die Sehne reduziert und die Durchblutung verbessert.
  • Denervierung der Sehnenumgebung:
    Gezielte Verödung kleiner Schmerzfasern kann bei chronischen Verläufen eine Schmerzlinderung bewirken.
  • Refixierung bei vollständigem Patellarsehnenriss:
    Bei einem kompletten Sehnenabriss (Grad 4) erfolgt eine operative Wiederherstellung (Refixation) – meist mithilfe von Fadenankern oder Schrauben.

Nachbehandlung & Rehabilitation

Nach der Operation ist eine mehrwöchige Ruhigstellung und Teilbelastung erforderlich. Anschließend folgt eine gezielte physiotherapeutische Reha, um die Sehne kontrolliert wieder an Belastung zu gewöhnen.

Patellaspitzensyndrom (Jumpers Knee)

Was ist ein Patellaspitzensyndrom?

Das Patellaspitzensyndrom ist eine chronische Entzündung des Ansatzpunkts der Patellasehne am unteren Rand der Kniescheibe, verursacht durch Überlastung.

Ursachen des Patellaspitzensyndroms

Wiederholte Überlastung oder ungewohnte Belastung der Patellasehne, besonders durch Sprungsportarten, sind Hauptursachen für diese Erkrankung.

Symptome und Stadien

Die Erkrankung wird in vier Stadien eingeteilt – von Belastungsschmerzen nach Aktivität bis hin zu anhaltenden Schmerzen oder Sehnenriss.

Diagnostik

Neben dem charakteristischen Druckschmerz helfen Ultraschall- und MRT-Untersuchungen, die Verdickung der Sehne oder begleitende Schäden sichtbar zu machen.

Behandlungsmöglichkeiten

Konservative Therapie wie Schonung, Physiotherapie, Stoßwellenbehandlung und spezielle Bandagen können helfen. Eine Operation ist selten erforderlich.

Für Notfälle: +43 650 74 510 75