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Vorderer Kreuzbandriss

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Plicasyndrom



WAS IST EIN PLICASYNDROM?

Das sogenannte Plicasyndrom bezeichnet eine schmerzhafte Reizung einer Schleimhautfalte (Plica) im Kniegelenk. Die häufigste Form ist die Plica mediopatellaris – eine Falte, die sich an der Innenseite der Kniescheibe in Richtung des Hoffa-Fettkörpers zieht.

Entstehung:

Diese Schleimhautfalten sind bei jedem Menschen von Geburt an vorhanden und bilden sich normalerweise im Kindesalter zurück. Bleibt diese Rückbildung aus oder wird das Knie chronisch überlastet (z. B. durch Sport, Fehlstellungen oder Reizung), kann sich die Plica verdicken und beim Bewegen zwischen Kniescheibe und Oberschenkelknochen (Femur) eingeklemmt werden.

Dies führt zu Schmerzen, Reibung und Entzündungsreaktionen – ein sogenanntes Plicasyndrom entsteht.



SYMPTOME DES PLICASYNDROMS

Woran erkennt man ein Plicasyndrom?

Das Plicasyndrom äußert sich meist durch belastungsabhängige Beschwerden an der Innenseite des Knies, vor allem unterhalb der Kniescheibe. Die Symptome werden häufig mit anderen Knieproblemen verwechselt – daher ist eine gezielte Diagnostik durch einen Kniespezialisten besonders wichtig.

Typische Symptome des Plicasyndroms:

  • Stechende, punktuelle Schmerzen an der Innenseite der Kniescheibe
  • Beschwerden treten vor allem bei Bewegung oder Belastung auf (z. B. Treppensteigen, Hocken)
  • Schnappen oder Reiben beim Beugen oder Strecken des Knies
  • Gefühl einer mechanischen Einklemmung im Gelenk
  • Gelegentlich Schwellungsgefühl oder Reizzustand ohne sichtbare Entzündung


DIAGNOSE EINES PLICASYNDROMS

Wie wird ein Plicasyndrom festgestellt?

Die Diagnose eines Plicasyndroms basiert auf einer ausführlichen Anamnese und einer gezielten klinischen Untersuchung durch den Kniespezialisten. Dabei werden typische Symptome wie Schmerzen an der Innenseite des Knies, Schnappen beim Beugen oder Einklemmungsgefühle genau analysiert.

Rolle der Bildgebung:

Um die Diagnose zu sichern und andere Ursachen wie Meniskusriss, Knorpelschäden oder freie Gelenkkörper auszuschließen, wird in der Regel eine Magnetresonanztomographie (MRT) durchgeführt.

Die Plica mediopatellaris ist im MRT meist gut erkennbar – insbesondere, wenn sie verdickt oder entzündet ist. So lässt sich feststellen, ob sie als mechanischer Störfaktor im Kniegelenk wirkt.

Frühzeitige Abklärung schafft Klarheit

Da die Beschwerden des Plicasyndroms leicht mit anderen Knieproblemen verwechselt werden können, ist eine frühzeitige, präzise Diagnostik entscheidend – um die richtige Behandlung einzuleiten und dauerhafte Reizzustände im Gelenk zu vermeiden.



BEHANDLUNG DES PLICASYNDROMS

Konservative und operative Therapieoptionen

Die Behandlung des Plicasyndroms richtet sich nach dem Beschwerdeverlauf, dem Ausmaß der Reizung und dem individuellen Belastungsprofil des Patienten. Zunächst wird in der Regel ein konservativer Therapieansatz gewählt – insbesondere, wenn die Beschwerden erst seit kurzer Zeit bestehen.


Konservative Therapie bei Plicasyndrom

Ziel ist es, die Reizung der Plica zu lindern und das Kniegelenk zu stabilisieren. Zum Einsatz kommen:

  • Physiotherapie zur Verbesserung der Gelenkführung und Reduktion mechanischer Reibung
  • Entzündungshemmende Maßnahmen, z. B. Kälte- oder Wärmeanwendungen je nach Symptomatik
  • Gezielte Kräftigungsübungen, insbesondere der Oberschenkelmuskulatur (v. a. Vastus medialis) zur Stabilisierung der Kniescheibe
  • Temporäre Sportpause oder Belastungsmodifikation, um Überlastung zu vermeiden

Arthroskopische Therapie bei anhaltenden Beschwerden

Wenn die Beschwerden trotz konservativer Maßnahmen über längere Zeit bestehen bleiben, kann eine minimal-invasive arthroskopische Entfernung der verdickten Plica mediopatellaris erforderlich sein.

Dabei wird die Schleimhautfalte mit speziellen Instrumenten entfernt, ohne das umliegende Gewebe zu schädigen. Ziel ist es, mechanische Reibung zu beseitigen, Schmerzen zu lindern und Knorpelschäden vorzubeugen.

Der Eingriff erfolgt ambulant und ermöglicht in der Regel eine schnelle Rehabilitation.



RÜCKKEHR ZUM SPORT NACH EINER PLICA-OPERATION

Wie schnell ist man nach einer Plica-Entfernung wieder fit?

Die arthroskopische Entfernung einer verdickten Plica ist ein minimal-invasiver Eingriff, der in der Regel eine schnelle Erholung und zügige Rückkehr zur Aktivität ermöglicht. Die Nachbehandlung ist unkompliziert und auf frühe Mobilisation ausgelegt.

Typischer Reha-Verlauf nach Plica-OP:

  • Vollbelastung des operierten Beins ist sofort möglich
  • Leichtes Ergometertraining ab Tag 5 nach der Operation
  • Lauftraining / Joggen kann meist nach etwa 3 Wochen wieder aufgenommen werden
  • Sportartspezifisches Training (z. B. Richtungswechsel, Sprünge) nach individueller Rücksprache mit dem Arzt

Wichtig:

Die genaue Rückkehr zum Sport hängt vom Heilungsverlauf, dem Trainingszustand und dem individuellen Belastungsziel ab. Eine begleitende Physiotherapie unterstützt die muskuläre Stabilisierung und fördert eine schmerzfreie Rückkehr in den Alltag und Sport.

Plicasyndrom

Was ist ein Plicasyndrom?

Das Plicasyndrom entsteht durch eine vergrößerte Schleimhautfalte im Knie, die durch Überbeanspruchung gereizt wird und zwischen Kniescheibe und Oberschenkelknochen reibt.

Symptome eines Plicasyndroms

Betroffene verspüren stechende Schmerzen an der Innenseite unterhalb der Kniescheibe, begleitet von einem fühlbaren Schnappen bei Beugebewegungen und gelegentlichem Einklemmungsgefühl.

Diagnose des Plicasyndroms

Eine ausführliche Anamnese und klinische Untersuchung sind entscheidend. Ein MRT kann das Vorhandensein einer Plica gut sichtbar machen.

Behandlungsmöglichkeiten

Konservative Behandlung durch physikalische Therapie ist bei kurzzeitigen Beschwerden möglich. Bei anhaltenden Symptomen kann eine arthroskopische Entfernung notwendig sein.

Rückkehr zum Sport nach einer Plicaoperation

Direkt nach der Operation ist volle Belastung möglich. Nach 5 Tagen kann leichtes Ergometertraining begonnen werden, nach 3 Wochen Lauftraining.

Für Notfälle: +43 650 74 510 75