Warning: Creating default object from empty value in /home/.sites/110/site9332934/web/wp-content/plugins/vamtam-push-menu/push-menu.php on line 106 Lieber PECH im Sport, als in der Liebe - Dr. Marcus Hofbauer
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Nach einer Sportverletzung sollte sofort gehandelt werden, um das betroffene Gelenk oder Muskelgewebe bestmöglich zu versorgen. Dass der Betroffene dabei am besten nach der „PECH-Regel“ vorgeht, weiß der Wiener Knie- und Schulterspezialist, Dr. Marcus Hofbauer.

Bei Sportverletzungen gilt: Pause – Eis – Compression – Hochlagern

Zerrungen, Prellungen oder Verstauchungen – in Österreich zählt man aktuell rund 200.000 Sportunfälle pro Jahr, die mit einem Krankenhausaufenthalt enden. Dabei ereignen sich nahezu ein Viertel der Unfälle während den warmen Sommermonaten – wenn die meisten Sportarten mit hohem Spaßfaktor Hochsaison haben.

Als erfahrener Knie- und Schulterchirurg und Teamarzt des FK Austria Wien, kann Dr. Marcus Hofbauer das nur bestätigen: „Am häufigsten treten Knie-Verletzungen bei sogenannten ‚Stop-and-Go-Sportarten‘ auf, da hier die Gelenke besonders beansprucht werden. Dazu gehören Sportarten, die ruckartige Richtungswechsel und abrupte Stopps benötigen, wie beispielsweise Beachvolleyball, Tennis, Fußball oder Squash.“

Die PECH-Regel als Sofortmaßnahme bei Sportverletzungen

Da jede Sportart ihre ganz eigenen Verletzungsrisiken birgt, lassen sich diese leider nicht immer verhindern. Aufgrund dessen ist es umso wichtiger in einem Unglücksfall angemessen zu reagieren.

Profi-SportlerInnen wissen in Ausnahmefällen dabei meist, was zu tun ist, denn die sogenannte „PECH-Regel“ ist unter ihnen gut bekannt. Dass jeder mit dieser Regel sofort Erste-Hilfe leisten kann, erklärt Dr. Marcus Hofbauer:

„Bei Sportverletzungen hat sich das sogenannte PECH-Schema bewährt.

Dafür steht jeder Buchstabe für eine Maßnahme, die der Reihe nach durchgeführt, nicht nur Schwellungen reduzieren und Blutungen eindämmen, sondern auch den Schmerz lindern können. Der Prozess wirkt sich dabei positiv auf den gesamten Heilungsprozess aus.“
Der Wiener Knie- und Schulterspezialist erläutert die Regel mit den vier elementaren Behandlungsprinzipien wie folgt:

P – wie Pause einlegen

Der erste Schritt bei der Behandlung einer Sportverletzung lautet: Ausruhen.
Das bedeutet, dass die Belastung auf die betroffene Stelle sofort gestoppt und ruhiggestellt wird. Ansonsten läuft der Betroffene Gefahr, dass durch weitere Bewegungen der Schaden verschlimmert und dadurch die Genesungszeit erheblich verlängert wird. Besteht allerdings der Verdacht auf eine Gelenksverletzung sollte die betroffene Stelle zusätzlich geschient werden.

Da professionelles Schienenmaterial vor Ort aber leider meist nicht vorhanden ist, können auch provisorische Lösungen erfolgen. Dr. Marcus Hofbauer empfiehlt: „Bei Fußgelenks- oder Handverletzungen kann bei der Fixierung der verletzten Stelle auch auf ein dickeres Zeitungspapier oder eine gefaltete Binde zurückgegriffen werden. Zum Ruhigstellen von Schulter-, Arm oder Schlüsselbeinverletzungen lässt sich auch im Handumdrehen ein Dreieckstuch aus einem T-Shirt anfertigen.“

E – wie auf Eis legen

Nachdem die Aktivität beendet wurde, ist der nächste Schritt Eis auf die betroffene Stelle zu geben. Die Kälte verhindert einerseits ein zu starkes Anschwellen des Gewebes und hilft andererseits vor allem dabei etwaige Schmerzen zu lindern.

Wichtig: Das Eis sollte nicht direkt mit der Haut in Kontakt gebracht werden, da ansonsten Erfrierungen drohen können. „Stellen Sie bei einer Anwendung daher sicher, dass der verwendete Eisbeutel in beispielsweise einem Handtuch isoliert ist und nicht länger, als 20 Minuten zum Einsatz kommt. Sollte gerade kein Kühl-Pack in Reichweite sein kann alternativ auch zu einer gefrorenen Packung Erbsen gegriffen werden, die man in einem Geschirrtuch umwickelt“, rät Dr. Marcus Hofbauer.

C – wie „Compression“, also Druck ausüben

Wurden die Schmerzen erst einmal gemildert, werden mit dem Anlegen eines Druckverbandes weitere Schwellungen verhindert. Der Kompressionsverband sollte dabei eng anliegen, aber auch eine gewisse Dehnung zulassen.

Der Verletzte darf den Verband nämlich nicht als unangenehm empfinden. Andernfalls besteht die Gefahr, dass das Blut nicht mehr richtig fließen kann. Ein Tipp von Dr. Marcus Hofbauer: „Sollte der Betroffene zunehmende Schmerzen, ein Taubheitsgefühl, ein unangenehmes Kribbeln verspüren oder wenn es Anzeichen von Durchblutungsstörungen gibt, sollte der Verband gelöst oder gelockert werden.“

H – wie die betroffene Stelle Hochlagern

Um den Druck auf das Gewebe zu vermindern, lautet die letzte Maßnahme der PECH-Regel: Hochlagern. Dies verringert die weitere Blutzufuhr in den verletzten Regionen und dadurch kann die Schwellung weiter reduziert werden.

„Idealerweise sollte die betroffene Körperregion höher liegen, als das Herz. Dies bedeutet beispielsweise, dass ein verletzter Fuß höher, als die Ebene des Kniegelenks gelagert wird“, erläutert Dr. Marcus Hofbauer die letzte Maßnahme.

Hier geht es zum vollständigen Artikel in der Tageszeitung NOEN: 

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